Bürgerversammlung zur Osttangente
Am 24.01.2012 stellte der Kreis Euskirchen die Umweltverträglichkeitsstudie für die Osttangente im Mechernicher Rathaus vor. Wir sind schon lange der Meinung, dass diese Straße mitten durch ein wichtiges Naherholungsgebiet nicht gebaut werden sollte. Die Gutachter haben sich nun ebenfalls gegen den Bau der Straße ausgesprochen.
Bernhard Romanowski schreibt dazu in einem
Kommentar im Kölner Stadt-Anzeiger:
"Der Nutzen der Trasse, die durch ein auch von auswärtigen Besuchern viel genutztes Naherholungsgebiet verläuft, wird in der Umweltverträglichkeitsstudie nicht recht deutlich. Da ist von Lärmentlastung hier und weniger Verkehrsaufkommen dort die Rede, aber letztlich resultieren daraus wieder Mehrbelastungen an anderer Stelle. Allein wenn man sich die Dimensionen der Lärmschutzwälle in der Studie anguckt, kann einem um das landschaftliche Erscheinungsbild entlang der Trasse nur angst und bange werden."
Der Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers geht auch auf die Reaktionen von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ein:
"Für offenkundige Empörung sorgte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick mit seiner Antwort auf eine Frage von , die ebenfalls der Bürgerinitiative gegen die Osttangente angehört. Konias erinnerte den Bürgermeister an seine Aussage, wonach der Ostring für ihn vom Tisch sei, falls die Umweltverträglichkeitsstudie negativ ausfalle. Weitere Mitglieder der Initiative bestätigten diese Aussage, die Schick bei einem Treffen mit der Initiative getroffen haben soll. Schick erwiderte, ihm würden „Worte in den Mund gelegt“"
Auch die Kölnische Rundschau berichtete über die Informationsveranstaltung.
"Peter von Wilcken, Grünen-Fraktionschef im Mechernicher Stadtrat, machte unterdessen seine eigene Rechnung auf: „Lassen wir für den Bau des Durchstichs mal fünf Jahre ins Land gehen. Dann werden die Auswirkungen untersucht, was nochmal ein bis zwei Jahre dauert. Und schließlich muss der Ostring noch fertig geplant und gebaut werden, was sicherlich bis zu fünf Jahre dauert.“ Die Anwohner am Mechernicher Weg, am Schimmelsweg und an der Weierstraße müssten also über zehn Jahre auf eine – womöglich nutzlose – Lösung warten. „Es muss vorher etwas passieren. Da müssen wir uns zusammensetzen, um eventuell kleinteilige Lösungen für den Verkehr zu finden“, so von Wilcken."


